A5 Biel-Bienne Gesamtprojekt

A5 Umfahrung West

Die Umfahrung West, welche es ermöglichen wird, die A5 auf der nördlichen Seeseite zu erreichen, befindet sich in der Planungsphase. Durch seine Lage im Stadtzentrum wird dieses Autobahnteilstück grosse Auswirkungen auf unsere Mobilität haben. Der Einfluss auf unseren Alltag als Velofahrende wird sehr gross sein. Das Gebiet um den Bahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Veloverkehr und mehrere Verbindungen werden mit dem Bau und der Inbetriebnahme der Autobahn erschwert oder umgeleitet werden.

Informationen

Sie finden bildliche Darstellungen und Informationen über die Linienführung, den Zeitplan und die Planung auf der offiziellen Webseite der A5. Im November 2015 hat sich ein Komitee gegen die Umfahrung West in der Form, die vom Bund und vom Kanton vorgesehen ist, gebildet. Das Komitee « Westast so nicht ! » hat sich zum Ziel gesetzt, den Bau des Autobahn A5 Westasts, so wie er im Ausführungsprojekt 2015/16 vorgesehen ist, zu verhindern und Bedingungen für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung zu schaffen. Sie können seine Arbeit unterstützen, indem Sie Mitglied werden. Link

Das Komitee organisiert auch regelmässig Stadtwanderungen, welche die Auswirkungen, welche dieser Abschnitt haben wird, vor Augen führen. Die Daten finden Sie auf deren Webseite und auf deren Facebook-Seite. Link

Handeln

Die öffentlichen Einsprachen konnten vom 18. April bis am 23. Mai eingereicht werden. Personen, die direkt vom Projekt betroffen sind, konnten ihre Einsprachen eingeben. Fachpersonen von PRO VELO haben eine Einsprache erarbeitet, welche die kritischen Punkte detailliert aufführt.

Einsprache vom PRO VELO: Dokument (4.3 MB)

Zusammenfassung:

Nachfolgend sind unsere wichtigsten Einsprachepunkte aufgeführt:

1. Zielsetzungen

Das Projekt Westumfahrung Biel greift in zentrale Orte des Langsamverkehrs (LV) der Region Biel ein. Die im technischen Bericht wird deshalb unter anderem folgendes Projektziel aufgeführt: „Die Belange der Radfahrer und Fussgänger sowie des öffentlichen Verkehrs sind optimal zu berücksichtigen.“ Gemäss dieser Zielsetzung muss die Situation für den Langsamverkehr gegenüber heute besser werden. Obschon an verschiedenen Orten gute Anlagen für den LV geschaffen werden, sind diese schlecht oder gar nicht mit dem städtischen Velonetz verbunden. Es sind viele Knoten geplant, bei welchem für die Velofahrer keine sichere Linienführung vorgesehen wird. Es werden nur minimale Breiten für Trottoir und Radstreifen vorgesehen. Gemäss dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen und aufgrund der Zielsetzung müssen grössere Breiten zur Anwendung kommen. An die Medien der Region Biel

2. Netzplanung

Die im Auflageprojekt erwähnte Grundlage «Velonetzplan Stadt Biel und Nidau 2035» wird vor allem beim Anschluss Bienne-Centre aber auch in der Weidteile nicht oder zu wenig berücksichtigt, weshalb notwendige Veloverbindungen nicht geplant wurden.

3. Netzlücken

Die beim Anschluss Bienne-Centre als Autobahnzubringer konzipierte Salzhausstrasse und Murtenstrasse werden ein hohes Verkehrsaufkommen aufweisen. Deshalb werden bestehenden Veloverbindungen unterbrochen und müssen mit neuen Verbindungen, wie z.B. die Unterführung Bahnhof Ost, die Verlängerung des Mühlefeldwegs bis zum Unteren Quai oder den Ersatz der bestehenden Velowege in der Weidteile wieder geschlossen werden. Diese Veloverbindungen sind jedoch nicht Bestandteil des Auflageprojektes.

4. Diverse kritische Bereiche

An vielen Stellen sind die Veloführungen unsicher. Nicht geübte Velofahrende werden diese Stellen meiden und auf das Trottoir ausweichen. Aber auch für geübte Velofahrer sind gewisse Knoten nur schwer zu meistern (z.B. Guido- Müller-Platz, Verbindung Ländtestrasse-Neuenburgstrasse, Veresiusplatz, Verbindung Wehrbrücke-Erlenstrasse, etc.). Insgesamt wurden ca. 45 Punkte aufgelistet, bei welchen die anerkannten Normen oder die Standards für Kantonsstrassen nicht erfüllt werden.

5. Veloführung während der Bauphase

In den Plänen und Berichten sind nur sehr allgemeine Angaben und ungenügende Angaben über die Führung des Langsamverkehrs während den über Jahre andauernden Bauphasen aufgeführt. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich die Velofahrer den Platz auf den zu schmalen Nebenstrassen (z.B. Aegerten/Bielstrasse, Keltenstrasse/A.-Aebi-Strasse) oder auf schmalen provisorischen Umfahrungen (z.B. Seevorstadt) zusammen mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) teilen müssen.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass es ein politisches Ziel der (Energie-)Stadt Biel ist, den Veloverkehr zu fördern. Mit dem Bau der Westumfahrung bietet sich hier eine einmalige Chance, neue und attraktive Veloverbindungen zu schaffen. Gemäss dem jetzigen Planungsstand wird diese Chance aber leider verpasst. Es wird kein einziger Autofahrer auf das Velo umsteigen, wenn er keine direkten und sicheren Veloverbindungen vorfindet.

Unterstützung

Die verschiedenen Verfahren, welche uns bevorstehen, werden ein zeitliches und finanzielles Engagement erfordern, welche unsere «normalen» Möglichkeiten übersteigen. Der freiwillige Einsatz, welcher im Normalfall die Stütze unseres Verbandes ist, wird bestimmt nicht ausreichen.

Wir würden uns über Ihre finanzielle Unterstützung freuen. Mit dem Vermerk : « A5 » wird Ihr Beitrag direkt in diesem Bereich investiert. PC : 25-8722-1

Aktuelles zum Thema


Im Zusammenhang mit der Mitwirkung zur Städtebaulichen Begleitplanung zum Westast Biel hat PRO VELO Biel/Bienne-Seeland-Jura bernois, zusammen mit der...Weiterlesen