Umfrage zu den Bieler Veloärgernissen
Pro Velo Biel hat Ende September 2019 eine Umfrage bei seinen 400 Newsletter-Empfänger*innen und Facebook-Followern gemacht. Die Frage lautete:
«Welches sind deine grössten Veloärgernisse in Biel?»
Der grosse Rücklauf und die engagierten Voten zeigen: Das Thema bewegt die Menschen – und es steht noch lange nicht alles zum Besten. Die Teilnehmenden konnten unter neun Kategorien ihre drei grössten Ärgernisse auswählen.
- Fehlende oder schlechte Velowege – 59 Nennungen
- Rücksichtslose Auto- oder Busfahrer*innen – 55 Nennungen
- Gefährliche Kreuzungen oder Kreisel – 43 Nennungen
- Schlechte oder fehlende Markierungen – 32 Nennungen
- Diebstähle und Vandalismus – 30 Nennungen
- Fehlende Veloparkplätze – 27 Nennungen
- Ampeln und fehlender Vortritt (Velobremsen) – 27 Nennungen
- Nur drei Personen fanden, dass es in Biel keine Probleme gibt.
Über 30 Personen nutzten die Kommentarfunktion. Hier eine kleine Auswahl:
«Velotrassen sind fast immer auf derselben Fläche wie Autos. Sobald es zu einer Kreuzung kommt, ist der Veloweg weg.»
«Ich fahre jeden Tag von der Dufourstrasse in die Gartenstrasse. Die Autos, die vom Coop-Parking kommen, achten nicht auf Velos – ich habe schon mehrere Unfälle beobachtet.»
«Es könnte mehr gedeckte Veloparkplätze am Bahnhof geben.»
Fehlende Velowege und gefährliche Kreuzungen sind Themen, die Pro Velo seit Jahren anspricht. Um das Bewusstsein zu stärken und rascher Lösungen zu finden, wird der Verein 2020 verschiedene Massnahmen durchführen:
- Publikation eines Forderungskatalogs Velopolitik 2020er-Jahre
- Befragung von Politiker*innen und Parteien vor den Wahlen im Herbst 2020
- Organisation des 1. Bieler Veloforums am 16. Oktober 2020 unter dem Motto: Wie kann Biel zur Velostadt werden?